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The Ramsar Convention on Wetlands
World
Wetlands Day in Germany
Press
release from Euronatur
http://www.euronatur.org/Pressemitteilungen.136+M520da9a7eb5.0.html?&cHash=0

Wasservögel
weltweit bedroht - 2. Februar ist World Wetlands Day
Euronatur
ruft zur Sicherung des Adria-Zugweges auf
Presseinformation
vom 29. Januar 2007
Radolfzell. Unkontrollierte Jagd und Lebensraumverlust bedrohen zunehmend
die Wasservogelbestände, darauf hat jetzt die internationale Umweltstiftung
Euronatur anlässlich des Weltfeuchtgebietstages (World Wetlands Day)
am 2. Februar hingewiesen. Der globale Rückgang der Wasservögel
ist nach Angaben von Euronatur nur durch umfassende Schutzmaßnahmen
zu stoppen.
Auch in Europa
und vor allem auf dem Zugweg über das Mittelmeer nehmen die Bestände
zahlreicher Wasservogelarten dramatisch ab", sagte Euronatur-Präsident
Claus-Peter Hutter. Arten wie Kiebitz, Uferschnepfe oder Moorente
werden sich in Deutschland nicht erholen können, wenn ihre Rastplätze
auf dem Zug nach Süden zerstört und durch Jäger blockiert
werden", betonte Hutter und forderte eine konsequentere Umsetzung
der Natur- und Artenschutzgesetze der Europäischen Union.
Während die
Bestände einzelner Arten sich in Nordeuropa durch Schutzgebiete und
Einschränkung der Vogeljagd erholen konnten, sei im Mittelmeerraum
eine Verschlimmerung der Lage zu verzeichnen. Bei Arten wie Knäkente,
Spießente, Moorente und Löffelente sei deshalb auch in Mittel-
und Nordeuropa keine Erholung möglich, da diese über das Mittelmeer
ziehen müssten und auf dem Zug stark dezimiert würden. Gerade
in Urlaubsländern wie Kroatien und Montenegro sei der Jagddruck auf
die gefiederten Gäste aus Nordeuropa noch viel zu groß. Viel
zu langsam würden jagdfreie Schutzzonen wie im Naturpark Vransko
Jezero (Kroatien) und am Skutari See (Montenegro, Albanien) entstehen.
Zugleich würden immer mehr Feuchtgebiete durch eine nicht nachhaltige
touristische Entwicklung zerstört.
Euronatur unterstützt
mit verschiedenen Projekten in Südosteuropa die Sicherung der Zugwege
zwischen Mitteleuropa und den südlichen Winterquartieren. Im Rahmen
des Projektes Adriatic Flyway" wurden im Januar 2007 an der
Adria in Kroatien, Montenegro und Albanien rund 100.000 Wasservögel
gezählt. Noch vor 15 Jahren gab es aber alleine am Skutari-See mehr
als 250.000 Wasservögel, weiß Euronatur-Vogelschutz-Experte
Dr. Martin Schneider-Jacoby. Nach Schätzungen von Euronatur könnten
im selben Küstenabschnitt an der Adria ohne Jagd-Störungen über
eine halbe Million Wasservögel überwintern. Erschreckend sei,
dass selbst in Schutzgebieten wie dem Naturpark Hutovo Blato (Bosnien)
regelmäßig illegal gejagt würde. Bessere Schutzmaßnahmen
seien dringend notwendig, um mehr Wasservogelarten eine sichere Überwinterung
zu ermöglichen. Nur Vögel, die auf dem Zug und im Winterquartier
ausreichend Ruhe und Nahrung finden, können im nächsten Frühjahr
wieder erfolgreich brüten", erklärte Schneider-Jacoby.
Der vierte Bericht
von Wetlands International zur Bestandsentwicklung von Wasservögeln
präsentiert Bestandsschätzungen und Trends von 878 Wasservogelarten
der Welt. 44 % dieser Vogelbestände gehen seit dem letzten Bericht
aus dem Jahr 2002 zurück oder sind bereits ausgestorben. Nur bei
17 % ist eine Zunahme festzustellen. An der Datenerfassung haben weltweit
rund 15.000 Freiwillige mitgeholfen.
Der Weltfeuchtgebietstag
am 2. Februar wird alljährlich von der Ramsar-Konvention organisiert,
die bereits seit 1971 zum globalen Schutz der Feuchtgebiete eingerichtet
wurde und in der 154 Länder Mitglied sind. 1.636 Feuchtgebiete sind
als international wichtige Trittsteine gemeldet. Sie umfassen eine Fläche
von 1,457 Millionen Quadratkilometern, eine Fläche vier mal so groß
wie Deutschland. Euronatur hilft Ländern in Südosteuropa bei
der Nominierung weiterer Ramsar-Gebiete, damit das Netz der Rast- und
Brutplätze für unsere Wasservögel dichter wird. Nur über
die Erhaltung aller wichtigen Gebiete lässt sich der Rückgang
der zahlreichen Arten stoppen, aber auch gleichzeitig langfristig ein
gutes Angebot für naturinteressierte Touristen schaffen. Naturnahe
Landschaft, unverbaute Strände und artenreiche Naturgebiete sind
nach wie vor ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal im Tourismus. Der Rückgang
der Zugvögel weist deshalb auch auf einen Verlust wertvoller Erholungslandschaften
hin.
Links:
www.euronatur.org/Zugvoegel.209.0.html
http://www.euronatur.org/Vogeljagd.565.0.html
http://www.euronatur.org/uploads/media/Zugvogeljagd.pdf
www.ramsar.org/wn/w.n.wi_wpe4_press.htm
www.ramsar.org/wwd/wwd_index.htm
Rückfragen:
Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur)
Konstanzer Str. 22,
78315 Radolfzell
Tel. 07732 92 72 0
Fax 07732 92 72 22
E-mail info@euronatur.org
Internet www.euronatur.org
For
further information about World Wetlands Day or the Convention on Wetlands,
please contact the Ramsar Convention Secretariat, Rue Mauverney
28, CH-1196 Gland, Switzerland (tel +41 22 999 0170, fax +41 22 999 0169,
e-mail ).
Posted 2 February 2007, Dwight Peck, Ramsar.
 
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