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The Ramsar Convention on Wetlands
World
Wetlands Day 2006 in Austria

Salzlebensräume
in Österreich?
(2.2.2006) Dass Strandwiesen und Salzgewässer an Küsten vorkommen,
steht außer Frage. Aber Salzlebensräume in Österreich,
hunderte Kilometer vom Meer entfernt?
Aquatische und terrestrische
Salzstandorte zeichnen sich durch seltene Tier- und Pflanzenarten aus.
Salzböden haben aber einen geringen ökonomischen Wert. Sie gelten
in der Landwirtschaft als Ödland und wurden deswegen gerne für
Bauvorhaben herangezogen. Jeder Quadratmeter, der verloren geht, verkleinert
jedoch die Überlebenschancen für Arten, deren Lebensgrundlage
Salzlebensräume sind. Alle Salzpflanzen Österreichs und viele
der salzbodenbewohnenden Tierarten sind bereits auf der Roten Liste gefährdeter
Arten zu finden. Das Umweltbundesamt will mit seinem neuen Buch Salzlebensräume
in Österreich das Interesse der Leser für diese einzigartigen
Lebensräume wecken. Es soll dazu beitragen, dass der Schutz von Salzlacken
und Salzwiesen ein echtes Anliegen wird.
Das
reich bebilderte Buch ermöglicht Einblicke in die faszinierende Welt
dieser aquatischen und terrestrischen Lebensräume, deren Bestand
es zu schützen gilt.
Der Schwerpunkt der
österreichischen Salzstandorte liegt im Umfeld des Neusiedler Sees.
Bei den zahlreichen Sodalacken des Seewinkels sowie an einzelnen Uferabschnitten
des Neusiedler Sees fallen salzverkrustete, offene Bodenstellen auf. Hier
findet man auch die charakteristische Salzvegetation. Diese setzt sich
aus einigen wenigen, aber spezialisierten Arten zusammen. Kleinräumige
Salzstandorte kann man aber auch in Niederösterreich entdecken, wie
etwa südlich der Ortschaft Baumgarten an der March.
Im Buch werden die vielfältigen Toleranz- und Anpassungsstrategien
der salzbodenbewohnenden Arten beschrieben, die es den Arten ermöglichen,
die unwirtlichen Lebensraumbedingungen zu meistern. Salzstandorte sind
extreme Lebensräume: Sie werden von der Sonne aufgeheizt, trocknen
aus, verkrusten mit Salz und werden dann wieder vom Wasser überstaut,
wachsen zu und werden wieder aufgerissen. Die hier lebenden Arten erscheinen
auf den ersten Blick unspektakulär, aber sie können zu Recht
als Spezialisten bezeichnet werden!
Österreich ist
gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen
Gemeinschaft verpflichtet, Salzlebensräume zu schützen. Dafür
sind effektive Managementmaßnahmen erforderlich; diese werden zum
Teil schon durchgeführt. Mit dem Flächenschutz alleine können
aber oft nicht alle Probleme gelöst werden. Die Autoren weisen darauf
hin, dass auch die Veränderung der lebensraumtypischen Bedingungen
eine große Gefahr darstellt, wie z.B. Grundwasserabsenkung und Überdüngung.
Die Ramsar-Konvention
Jedes
Jahr wird der 2. Februar als Weltfeuchtgebietstag gefeiert. Dieser Tag
soll an die Unterzeichnung der Konvention über Feuchtgebiete am 2.
Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar erinnern und auf die Vielfalt
von Flüssen, Mooren und Seen hinweisen. 2006 steht der Weltfeuchtgebietstag
unter dem Motto: "In the face of poverty . . . wetlands are lifelines.
Das vom Umweltbundesamt herausgegebene Buch Salzlebensräume
in Österreich ist ein Beitrag zur Erhaltung der Salzlacken
Österreichs.
Wolfram G., Zulka K. P., Albert R., Eder E., Fröhlich W., Holzer
T., Mazzucco K., Sauberer N., Rabitsch W., Oberleitner I., Korner I. (2006):
Salzlebensräume in Österreich. Umweltbundesamt, Wien: 216 S.
Das Buch Salzlebensräume
in Österreich ist im Umweltbundesamt kostenlos erhältlich,
das Porto zahlt der Empfänger. Um schriftliche Bestellung per »
E-Mail oder per Fax 01-31304-3700 Herr Bernhard Gröger wird ersucht!
http://www.umweltbundesamt.at/presse/lastnews/newsarchiv_2006/news060202/
For
further information about World Wetlands Day or the Convention on Wetlands,
please contact the Ramsar Convention Secretariat, Rue Mauverney
28, CH-1196 Gland, Switzerland (tel +41 22 999 0170, fax +41 22 999 0169,
e-mail ).
Posted 23 February 2006, Dwight Peck, Ramsar.
 
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