World Wetlands Day 1999 in Austria

16/02/1999

Activities reported for World Wetlands Day 1999

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REPUBLIK ÖSTERREICH
Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Presseaussendung 1. Feber 1999

Erstes Feuchtgebiets-Informationszentrum soll im Waldviertel entstehen

Derzeit neun Ramsar-Schutzgebiete in Österreich - Welttag der Feuchtgebiete am 2. Feber

Wien (BMUJF) - Im nördlichen Waldviertel soll Österreichs erstes Ramsar-Besucherinfor-mationszentrum entstehen. Im Gebiet, das dem weltweiten Ramsar-Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten unterstellt werden soll, wird im Auftrag des Umweltministeriums eine Mach-barkeitsstudie durchgeführt. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und dem WWF wird darin erhoben, welche Infrastruktur für ein Besucherinformationszentrum notwendig ist. Das Land legt fest, welche Flächen besonders schutzwürdig sind und dem Ramsar-Abkommen unterliegen sollen. 2000 soll mit der Errichtung des Info-Zentrum begonnen werden. Das teilt das Umweltministerium anläßlich des Welttags der Feuchtgebiete (World Wetlands Day) mit, der am morgigen Dienstag, dem 2. Feber, begangen wird.

Das am 2. Feber 1971 in Ramsar (Iran) unterzeichnete Feuchtgebietsabkommen war ursprünglich nur zum Schutz von Rastplätzen für Zugvögel gedacht. Mittlerweile hat es sich zu einem allgemeinen Vertragswerk zum Schutz von Feuchtgebieten entwickelt. Die 106 Unterzeichnerländer verpflichten sich, Flächen von internationaler Bedeutung durch besondere Anstrengungen zu erhalten. Weltweit gibt es derzeit 896 Ramsar-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 67 Millionen Hektar.

Österreich ist der Konvention 1983 beigetreten und hat bisher neun Feuchtgebiete nominiert: den Neusiedler See mit dem Seewinkel (Burgenland), die Donau-March-Auen (Niederösterreich), die Untere Lobau (Wien), die Stauseen am Unteren Inn (Oberösterreich), das Rheindelta am Bodensee (Vorarlberg), das Sablatnig-Moor (Kärnten), das Pürgschachen-Moor (Steiermark), das Rotmoos im Fuscher Tal (Salzburg) und das Hörfeld (Kärnten/Steiermark). In den meisten Gebieten wurden in-zwischen Nationalparke oder Naturschutzgebiete eingerichtet. Das Umweltministerium beteiligt sich gemeinsam mit der EU im Rahmen des Förderprogrammes LIFE in den Ramsar-Gebieten Hörfeld, Untere Lobau und Donau-March-Auen.

Bei der Vertragsstaatenkonferenz 1999, die im Mai in San José (Costa Rica) stattfindet, wird Öster-reich Bilanz über seine bisherigen Ramsar-Maßnahmen ziehen. Außerdem sollen in einer "Nationalen Feuchtgebietsstrategie", die in San José vorgestellt wird, die für die nächsten Jahre geplanten Schritte zur weiteren Umsetzung des Ramsar-Abkommens in Österreich festgelegt werden.

1998 wurden im Rahmen der Kampagne "Lebende Flüsse", die von Umweltministerium, Landwirt-schaftsministerium und WWF getragen wurde, im Feuchtgebietsschutz entscheidende Fortschritte er-zielt. 290 Kilometer ökologisch wertvoller Flußstrecken konnten gesichert, 15 Revitalisierungsprojek-te gestartet werden. 65 Millionen Schilling wurden für die ökologische Verbesserung der Fließgewäs-ser aufgewendet. Schwerpunkte im Feuchtgebietsschutz für 1999 sind Flußprogramme für Leitha, Drau, Traun, Lech und im Weinviertel.

Weitere Informationen über die österreichischen Ramsar-Gebiete sind auf dem Internet-Server des Umweltbundesamtes (http://www.ubavie.gv.at) abrufbar.

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